Acuna Apotheke


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Die ACUNA Apotheke in der Presse:

 

Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung vom 08.12.2016

Rother Apotheker sieht Substanz in Gefahr

Grüner MdB Dieter Janecek besucht Rother Apotheke

ROTH - Bislang waren rezeptpflichtige Medikamente überall in Deutschland gleich teuer. Das könnte sich jetzt ändern. Nachdem der Europäische Gerichtshof (EuGH) die deutsche Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente gekippt hat, regt sich bei niedergelassenen Apothekern in ganz Deutschland Unmut – auch in unserer Region. Deshalb hat Apotheker Bernhard Eiber die Grünen zu einer Gesprächsrunde eingeladen. 
         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Renate Grädler, Eva Hemmetter, Andrea Schindler, Birgit Eiber und Bernhard Eiber (von links) diskutieren mit MdB Dieter Janecek und Martin Luff im Keller der Apotheke vor einem Kommissionierautomat.

Foto: Tobias Tschapka  

Laut dem Urteil der Luxemburger Richter verstößt diese Preisbindung gegen EU-Recht und stellt eine ungerechtfertigte Beschränkung des freien Warenverkehrs dar.

Hintergrund ist die Klage der deutschen „Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs“, die ein zwischen der „Deutschen Parkinson Vereinigung“ und einer niederländischen Versandapotheke ausgehandeltes Rabattsystem unterbinden wollte. Laut EuGH-Urteil sind Absprachen dieser Art jedoch zulässig. 

Redebedarf mit dem MdB

Bernhard Eiber, der Geschäftsführer der Rother Acuna-Apotheke, sieht bei diesem Thema Redebedarf und hat zu diesem Zweck den wirtschaftspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Dieter Janecek eingeladen. Begleitet wurde der Apothekenbesuch aus Berlin von führenden Grünen aus dem Rother Landkreis: von den beiden Kreisrätinnen Renate Grädler und Eva Hemmetter, Andrea Schindler vom Rother Ortsverband sowie Martin Luff vom Ortsverband Wendelstein, Apotheker von Beruf. 

80 Prozent des Umsatzes

Bernhard Eiber machte in der Gesprächsrunde deutlich, dass er sich als Apotheker nicht vor Wettbewerb fürchte – ganz im Gegenteil. „Aber dieses Urteil betrifft die verschreibungspflichtigen Medikamente, und darum geht uns das so an die Substanz, weil der Handel damit 80 Prozent unseres Umsatzes ausmacht“, so Eiber. Bei den restlichen 20 Prozent an nicht rezeptpflichtigen Medikamenten und dem apothekenüblichen Ergänzungssortiment gebe es schon jetzt keine Preisbindung, damit könne man jedoch gut umgehen. 

Auch für Patienten und Verbraucher sieht er bei den vermeintlich kostengünstigen Internetbestellungen Gefahren und Risiken. Zum Beispiel bliebe eine kompetente Beratung, wie sie vor Ort gewährleistet werde, auf der Strecke. 

Laut Dieter Janecek sieht auch seine Partei das Urteil kritisch, stünde aber noch in der Diskussion, wie man sich letztendlich positionieren würde. „Die Entscheidung des EuGH ist schließlich erst wenige Wochen alt“, so der Grünen-Sprecher. 

Allerdings müsse man auch realistisch sein: „Das Internet geht nicht mehr weg, und wir wollen den Menschen nicht vorschreiben, auf welchem Weg sie sich ihre Medikamente besorgen“, macht Dieter Janecek klar. Doch die Vorteile einer vor Ort ansässigen Apotheke lägen nach seiner Meinung klar auf der Hand.  

TOBIAS TSCHAPKA